Weihnachtliche Lebkuchen | VEGAN

Daikini.backt

Endlich ist es wieder soweit! Weihnachten steht auch dieses Jahr schneller vor unserer Tür, als wir gedacht haben. Und da das hier ein ganz besonderes Jahr ist, mit Pandemie und Umstellung und Einschränkungen und allem was einem sonst noch so in den Sinn kommt, ist es doch schön mal zu schauen, womit man sich die Zeit im Dezember 2020 ein bisschen versüßen kann. Und da das auch mein 2. Weihnachten als Veganerin ist bin ich um so mehr in der Probierphase und möchte alle möglichen Sorten von Plätzchen versuchen zu backen und noch warm kosten. Das ein oder andere Rezept hatte ich letztes Jahr zwar schon einmal probiert, aber manchmal ging so einiges schief. Aber diese weihnachtlichen Lebkuchen sind nicht nur einfach zu backen, sondern können auch noch nach eigenen Geschmack und Vorlieben variiert werden. Ob dünn und knusprig oder dicker und damit saftiger in der Mitte. Alles gar kein Problem.

Meine Anfangsfehler

Du fragst dich sicherlich, was den so passiert ist bei meinen ersten Versuchen vegane Plätzchen zu backen. Es ist eigentlich ganz einfach: Ich wollte zu viel zu schnell und natürlich alles sofort perfekt hinbekommen. Weil ich am Anfang ganz verbissen darauf war vieles selber zu machen und mit selbstgemachter Butter meine ersten veganen Plätzchen backte war oft der Teig in seiner Beschaffenheit anders als gewollt. Sie waren zwar allesamt lecker, aber teilweise sehr bröckelige Kugeln. Ausstechen ging gar nicht, weil jeder Teig, ohne Ausnahme, auf meiner Arbeitsoberfläche kleben blieb, egal wieviel Mehl ich verwendete. Da halfen auch keine Tricks und kein ausgiebiges ruhen lassen im Kühlschrank.

Das nächste Problem war, dass ich natürlich mit Rezepten arbeitete die ich noch nicht kannte. Ich backe seit meinem 12. Lebensjahr immer mit den selben Rezepten und kannte diese einfach schon auswendig. Der Teig gelang immer und die Verarbeitung war easy. Das änderte sich mit den neuen Rezepten und ich bin einfach noch kein Ass darin, meine alten Rezepte in neu umzumünzen. Eigentlich trau ich mich einfach noch nicht daran. Vielleicht ändere ich das nächstes Jahr. Das einzige Rezept, das ich umgeändert hatte, war mein Rezept für Kokosmakronen. Und das war eigentlich eine größere Aufgabe als beispielsweise Butterplätzchen zu ändern. „Kommt Zeit, kommt Tat.“, wie ich zu sagen pflege! Lange Rede, kurzer Sinn: ich war einfach verunsichert.

Inspiration suchen

Die große Devise ist also diesmal, sich erstmal mit bestehenden Rezepten von tollen Plätzchen-Bäcker:innen in das neue Game zu begeben. Und das folgende Rezept ist von einer meiner liebsten veganen Personen, Bianca Zapatka. Es ist nicht nur einfach, sondern auch superlecker. Dir werden diese Lebkuchen gelingen und schmecken!

Lebkuchen

Sandra
Leckere und einfache Lebkuchen zur geliebten Weihnachtszeit.
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 10 Min.
Auskühlen lassen 5 Min.
Arbeitszeit 30 Min.
Gericht Plätzchen
Land & Region deutsch
Portionen 16 Plätzchen

Equipment

  • Backblech
  • Backpapier
  • Nudelholz
  • Ausstecher rund
  • Pinsel

Zutaten
  

  • 250 g Mehl deiner Wahl
  • 1 TL Natron oder 2 TL Backpulver *1
  • 1/4 TL Salz
  • 1 EL Lebkuchengewürz *2
  • 45 g vegane Butter
  • 100 g Zucker oder Dattelsüße
  • 80 g Melasse
  • 1 Leinsamen Ei *3

Anleitungen
 

Vorbereitung

  • Das Leinsamen Ei herstellen und ein paar Bleche mit Backpapier vorbereiten. Den Ofen rechtzeitig auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Teig herstellen

  • Das Mehl mit dem Lebkuchengewürz, Salz und Natron/Backpulver in einer Schüssel abmessen.
  • In einer großen Rührschüssel die Butter mit dem Zucker (ich verwende immer etwas weniger Dattelsüße oder Stevia Granulat) cremig rühren. Die Melasse und das Leinsamen Ei hinzugeben und kurz mit unterrühren.
  • Mit einem (Holz-)Löffel nach und nach die Mehlmischung unter den Teig rühren. Falls der Teig zu klebrig ist, noch etwas Mehl untermischen.
  • Den fertigen Teig in zwei Portionen aufteilen und in Frischhaltefolie einwickeln. Für eine Stunde im Kühlschrank aufbewahren.

Lebkuchen ausstechen

  • Wie ich in meinem Kokosmakronen Rezept schon verraten habe, bin ich kein Fan von Oblaten unter Plätzchen. Umso schöner finde ich es, dass wir auch für dieses Rezept keine verwenden müssen. Der Teig wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt. Ich habe beim zweiten Versuch 1 cm genommen, würde aber tatsächlich noch etwas dicker gehen wollen beim nächsten Mal. Mit einem Glas gleich große Lebkuchen ausstechen und auf das Backblech geben. Etwas Abstand dazwischen einhalten, falls diese doch noch etwas mehr in die Breite aufgehen wollen.

Backzeit und Verzierungen

  • Die Lebkuchen im vorgeheizten Backofen für 8 bis 10 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher testen, ob auch alles gut durchgebacken ist. Die fertigen Kuchen noch etwa 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen und dann weiter auf einem Gitter auskühlen lassen.
  • Die fertig abgekühlten Lebkuchen mit Zuckerguss oder Zartbitter Kuvertüre bestreichen.

Notizen

*1 Ich hatte mit 2 TL Backpulver ein besseres Ergebnis, würde aber auch noch mal beides, Natron und Backpulver, in Kombination ausprobieren.
*2 Du kannst natürlich auch, wie im Rezept von Bianca 2 TL Ingwer gemahlen, 2 TL Zimt gemahlen und 1/4 TL Muskatnuss gemahlen verwenden, anstatt von Lebkuchengewürz. Ich hab mir da mal eins besorgt und brauche das natürlich auf. Mehr Lebkuchen für mich!
*3 1 Leinsamen Ei stellst du so her: 1 EL Leinsamen fein mahlen. In einer Schüssel mit 3 EL Wasser verrühren und 5 Minuten Quellen lassen.
*zusatz Es gibt sehr viele Marken, die vegane Butter anbieten. Meist beinhalten die günstigeren aber einen hohen Anteil an Palmöl. Wenn du aufs Geld schauen musst empfehle ich dir Margarine aus Pflanzenfetten wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl, beispielsweise auch die Margarine Sojola. Die beste vegane Butter ist in meinen Augen die von „Organic Vegan Block“ von Naturli‘. Diese enthält kein Palmöl und ist zum größten Teil aus Sheabutter hergestellt.
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